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Im Spiegel der Zeitschriften Nr. 2EUROPA IN DER INTELLEKTUELLEN DEBATTE ![]() Überall in Europa dasselbe Bild: Die Überalterung der Bevölkerung, die wachsende öffentliche Verschuldung und der zunehmende Druck auf den Arbeitsmarkt durch die wirtschaftliche Globalisierung bringen den sozialen Konsens, der nach dem Zweiten Weltkrieg von den demokratischen Staaten begründet wurde, immer stärker ins Wanken. Enttäuschte Hoffnungen, erlittene Frustrationen und die Beunruhigung, welche die Mehrheit der Bürger vor allem in den weniger gut verdienenden Schichten angesichts des desolaten Zustandes der sozialen Versorgung überfällt, lassen bei nationalen Wahlen die Mehrheiten zersplittern und führen fast zwangsläufig dazu, dass die Wähler bei den Volksentscheiden zur EU-Verfassung in Versuchung geraten, mit einem "Nein" zu votieren.Was ist die Lösung? Soll man den Wohlfahrtsstaat, selbst wenn er dabei in die Knie geht, um jeden Preis aufrechterhalten? Soll man die mühsam festgezurrten sozialen Einrichtungen auf dem Altar des Wachstums und des Wettbewerbs opfern, um der Wirtschaft in unseren Länder zu neuem Schwung zu verhelfen? Oder sollen wir uns noch einmal aufraffen und versuchen, über eine neue Art von Sozialvertrag nachzudenken, der nicht allein auf den Staat angewiesen ist, sondern sich auch auf die Zivilgesellschaft stützt? Das sind in erster Linie die Fragen, die man heutzutage in unseren europäischen Ländern diskutiert. Im Spiegel der Zeitschriften widmet seine zweite Ausgabe dem Sozialen Europa. Sie erscheint in demselben Format, wie wir es bei unserer Ausgabe Nr. 1 über die transatlantischen Beziehungen schon erfolgreich getestet haben. Diesmal haben sich elf Studenten des Beethoven-Jahrgangs 2005-2006 am Europa-Kolleg Brügge/Natolin mit Beiträgen an an diesem Projekt beteiligt. Unter der Leitung der Forschungsassistentin Isabella Torta, die bereits an der ersten Ausgabe mitgewirkt hatte, haben sie in ihrer jeweiligen Muttersprache die Standpunkte der großen Tageszeitungen oder Zeitschriften ihres Heimatlandes während der letzten Monate zu diesem Thema ausgewertet. Beteiligt haben sich Studenten aus folgenden Ländern: Deutschland, Spanien, Estland, Frankreich, Ungarn, Niederlande, Grossbritannien und Schweden. Nachdem sie sich so zu einer Art europäischen Fern-Redaktion formiert hatten, konnten sie sich der spannenden Aufgabe widmen, die geistigen Produkte von Journalisten, Denkern und Politikern einer aufmerksamen und kritischen Prüfung zu unterziehen. Diese Rubrik wurde von ARTE in Zusammenarbeit mit dem Europa-Kolleg initiiert, wobei es unser Ziel ist, unterschiedliche Ansichten und unterschiedliche Generationen auf einer gemeinsamen Plattform gegenüberzustellen, so wie wir es oben beschrieben haben. Komplexe Fragen sollen dabei in eine leichtverständliche Form überführt und eine möglichst objektive Sichtweise erarbeitet werden. Unsere Hoffnung ist es, auf diese Weise unsere Leser zum Nachdenken anzuregen. Wir hoffen, dass wir so dazu beitragen können, in jedem unserer Länder die Diskussion zu bereichern und diese Debatte von einem Jahr zum andern in die Sphäre einer gemeinsamen öffentliche Meinung Europas, deren zaghafte Anfänge wir eben erst beobachten können, hineinzutragen. Energie ist das Thema der am 31. März erscheinenden Nummer 3.
An dieser Ausgabe wirkten mit: WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN Informationen zur Eröffnung des Akademischen Jahres 2005-2006, welche am 19. Oktober 2005 gefeiert wurde und zur Wahl Beethovens als Schutzpatron findet man auf der Website des Europa-Kollegs in Brügge und Natolin; die Eröffnungsrede des Rektors Paul Demaret ist dort ebenfalls nachzulesen. Auf Französisch oder Englisch. Zu Beethoven ![]()
Auf ARTE Jeden Samstag um 19.00 Uhr befasst sich das Forum der Europäer in Studiodiskussionen und Reportagen mit einem für die Bürger ganz Europas relevanten aktuellen Thema. Eine Sendung für alle, die an einer lebendigen Europadiskussion interessiert sind. WEITERE PARTNER Im Spiegel der Zeitschriften wird von der Internetseite des Goethe-Instituts unterstützt, die eine ausführliche Rubrik zu Europa bietet.Schwerpunkt der Europa-Themen auf den Webseiten des Goethe-Instituts sind Diskussionen und Diskurse etwa über den europäischen Einigungsprozess, die Erweiterung, die europäische Identität oder auch Einzelfragen wie die Facetten des europäischen Sozialmodells. Unser Webmagazin wird ebenfalls unterstützt von EurActiv, einem unabhängigen Internetportal mit kostenlosem Zugang, das Informationen und Dossiers zu Europa zur Verfügung stellt. Mit monatlich 145.000 Lesern ist die Seite ein wichtiges Arbeitsmittel für EU-Akteure: Beamte, Journalisten, Unternehmer, Mitglieder von NGOs oder „Think Tanks“... Zur Zeit ist die Seite in drei Sprachen verfügbar: Ursprünglich in englisch verfaßt sind die Beiträge teilweise auch ins Deutsche und Französische übersetzt. Entdecken Sie die Rubrik „Soziales Europa“ von EurActiv. Die Website europa-digital.de, herausgegeben vom Verein europa einfach e.V.,ist seit März 2001 online. Sie ist die optimierte Fortführung der 1999 gegründeten Rubrik Europa bei politik-digital.de. Das unabhängige Magazin ist Deutschlands führende Website zum Thema Europa.
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