
Paris-Brügge-Natolin, 8. Dezember 2006Das Magazin Im Spiegel der Zeitschriften - Europa in der intellektuellen Debatte - ist eine gemeinsame Initiative von ARTE und dem Europakolleg in Brügge und Natolin, die seit anderthalb Jahren läuft. Die Themen unserer ersten Ausgaben – die transatlantischen Beziehungen, das soziale Europa, die Energiefrage und die Zukunft Europas mit und ohne Verfassung – machen, seit wir uns mit ihnen befasst haben, immer wieder Schlagzeilen. Aus diesem Grund empfehlen wir Ihnen nachdrücklich, die älteren Ausgaben unseres Magazins im Archiv nachzulesen. Sie liefern wertvolle Hintergrundinforma-tionen zur Art und Weise, wie sich die Debatte in den einzelnen Ländern und auf europäischer Ebene entwickelt.
Die fünfte Ausgabe ist einem Thema gewidmet, das ganz Europa betrifft und in verschiedenen Ländern Anlass zu polemischen Kommentaren und Übertreibungen gibt. Das Team aus freiwilligen Studenten des „Copernic“-Hochschuljahrgangs, das sich in Brügge um die Assistentin für allgemeine Europastudien Katarina Jakšić (Slowenien) geschart hat, vermeidet jedoch jegliche Sensationsmache und Schwarzmalerei. Aus dem Blickwinkel der Geschichte des jeweiligen Landes heraus untersuchen die Autoren die gegenwärtige Situation in Spanien, Italien, Frankreich, Deutschland, Schweden, im Vereinigten Königreich sowie in Irland, Polen und Rumänien und reißen bestimmte vorgefasste Vorstellungen nieder (Frankreich), stecken die Spielräume für die Bekämpfung von Sozialdumping ab (Irland), präsentieren langfristiger angelegte Ansätze und propagieren dabei die Entwicklungszusammenarbeit (Spanien) und beweisen Humor, wenn es um den Westen geht (Rumänien).
Wenn man die Beiträge liest, versteht man besser, warum es der spanischen Regierung bislang nicht gelungen ist, ihre Partner zur Hilfestellung im Kampf gegen die Flüchtlingsströme zu bewegen, die an Spaniens Küsten anlanden: Zwar ist die Frage der Einwanderung praktisch überall Thema, aber die wirtschaftlichen, geopolitischen und menschlichen Dimensionen dieser Frage sind in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich. Zum dritten Mal innerhalb eines Jahres wird José Luis Rodríguez Zapatero auf dem Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs am 14. und 15. Dezember 2006 versuchen, Unterstützung zu finden.
Europareferentin
ARTE France
Stellvertretender Rektor des Europakollegs Natolin
Direktor des allgemeinen Studienprogramms in Brügge
Europakolleg Brügge/Natolin
Mitwirkende an dieser Ausgabe:
Corina Barsa (Rumänien)
Silvia Brunello (Italien)
Agnieszka Brocka (Polen)
Maja-Alexandra Dittel (Deutschland)
Elise Hadman (Vereinigtes Königreich und Frankreich)
Fredrick Lee-Ohlsson (Schweden)
Joanne Malone (Irland)
Christina Martin Rodriguez (Spanien)
Yvonne Nasshoven (Deutschland)
Guadalupe Perez Garcia (Spanien)
Xandra Popescu (Rumänien)
Pierre Roca (Frankreich)
Benoît Roussel (Frankreich)
Marta Wieczorek (Polen)
Charles E. Wright (Vereinigtes Königreich)
Die redaktionelle Bearbeitung der französischen Fassung hat bei ARTE France die Journalistin Laurence Flécheux übernommen.
Überarbeitung und Einstellen der deutschen Fassung: Andrea Krumnow.




