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Wo kann man indische Filme sehen
Filmfestivals sind Filmveranstaltungen besonderer Art: sie bieten Gelegenheit, gleich eine größere Anzahl von Filmen auf einmal zu sehen, mit Gleichgesinnten zu diskutieren, und oft auch, Regisseure und Schauspieler befragen zu können. Europäische Filmfestivals, in denen immer wieder indische Filme gezeigt werden, sind unter anderem: - die Berlinale im Februar (besonders die Reihe Internationales Forum des jungen Films - das Internationale Filmfestival Locarno im August - das Festival des 3 Continents in Nantes, jährlich im November Aufs indische Kino spezialisierte Festivals sind: - Bollywood and Beyond, Stuttgart/Ludwigsburg, das zum ersten Mal im Juli 2004 stattfand - River to River Indian Film Festival in Florenz, jährlich im Dezember Vor allem letzteres ist zu empfehlen. Es besteht schon seit einigen Jahren und zeigt auch kleinere Produktionen sowie Filme aus Südindien. Die Kinokarten kosten hier nur 3 Euro - so viel wie ein teures Ticket in Indien selbst (150 Rupees).
Das bequemste Medium, um indische Filme zu sehen, ist die DVD. Firmen Nehaflix, Indiaplaza und Ultraindia sind darauf spezialisiert. Mit Kreditkarte kann man dort indische DVDs problemlos bestellen. Aber auch bei Amazon.de sind die gängigsten indischen Filme erhältlich. Die meisten DVDs indischer Filme haben englische Untertitel. Es gibt aber auch solche mit deutschen Untertiteln. Die Kölner Firma Rapid Eye Movies hat vor einiger Zeit begonnen, einige der interessantesten indischen Filme, z.B. Kabhi Khushi Kabhi Gham, in besonders gediegenen DVD-Editionen herauszugeben. Es gibt aber auch billigere DVDs, die gleich zwei Filme enthalten; sowie die sogenannten VCDs (Video-CDs), letzteres ein Medium, das wegen des niedrigen Preises besonders in Asien populär ist. Sie lassen sich von den meisten DVD-Playern problemslos abspielen. Ob jedoch diese Filme untertitelt sind oder nicht, ist der Verpackung oft nicht anzusehen. Grundsätzlich kann man sagen: je billiger die Disk, umso eher fehlen die Untertitel. Billige Disks sind auch oft Raubkopien. DVDs der im Westen populärsten indischen Filme, wie etwa Lagaan , kann man oft schon on "normalen" Videotheken ausleihen. In den großen Städten Deutschlands gibt es hier und da auch bereits Videotheken, die von Indern geführt und auf Bollywood und indische Regionalfilme spezialisiert sind. Am einfachsten ist es aber, in einen indischen Laden zu gehen; vor allem in indischen Lebensmittelgeschäften werden fast immer auch DVDs angeboten. Eine Möglichkeit zur Recherche bietet der "Restaurant- und Ladenführer" von Theinder.net bzw. Indien-netzwerk.de. Aber auch in jedem indischen Restaurant läßt sich erfragen, wo es indische Filme zu kaufen oder zu mieten gibt. Wer nach London kommt, sollte unbedingt Southall besuchen, ein Viertel nicht allzuweit vom Flughafen Heathrow. Hier haben sich besonders viele Inder (und Pakistani) angesiedelt, und am Broadway gibt es eine Riesenauswahl an indischen DVDs aller Art. Wichtig: die meisten DVDs haben einen Regionalcode. DVDs aus den U.S.A. (1), Europa (2) und Indien (5) können normalerweise nur auf Geräten der jeweiligen Region abgespielt werden. Es empfiehlt sich daher, sich einen "code-free" DVD-Player (auch "region free" oder "multi-region" genannt) anzuschaffen. Und noch etwas: in Europa ist es schwieriger, südindische Filme (in Telugu, Tamil, Malayalam usw.) zu bekommen, als solche, die in Hindi gedreht wurden.
In letzter Zeit werden indische Filme nicht mehr ganz so selten im Fernsehen gespielt, wie das früher der Fall war. Im Indernet bzw. Indien-netzwerk.de gibt es eine Rubrik Indien im TV, in der alle Spielfilme auf allen Sendern, die man in Deutschland empfangen kann, aufgelistet sind. Wer jedoch mehr als ein-, zweimal im Monat einen indischen Film sehen will, muß sich schon der Satellitenschüssel bedienen. Die beiden Kanäle Zee TV und Zee Cinema (letzteres spielt rund um die Uhr indische Filme) sind auch über den europäischen Satelliten EUTELSAT "Hotbird" zu empfangen. Generalvertreter für Zee (die Programme sind verschlüsselt) sind: - F.A.Jagdeshwari / J.Saxena, Kaiserstr.79, 60329 Frankfurt - Abbas Ahmed / Nusrat Sarl, 85 rue Fbg. St.Denis, 75010 Paris Ein anderes beliebtes indisches Satellitenprogramm ist B4U (Bollywood For You).
Am schönsten ist natürlich, einen indischen Film auf der großen Leinwand zu sehen. Die Gemeinde der Auslandsinder in Deutschland ist zu klein für Spezialkinos wie in London; jedoch gibt es in den größeren Städten immer wieder Möglichkeiten, Sondervorstellungen von indischen Filmen zu sehen. Die Websites Theinder.net und Indien-netzwerk.de geben unter Events Auskunft über solche Vorstellungen. Ebenso Khoj.de und Munichmasala.de (auf Bollywood films in your city klicken). Eine Verleihfirma für asiatische Arthouse-Filme, die vor einiger Zeit Bollywood entdeckt hat, ist Rapid Eye Movies. Sie bringt in nächster Zeit den neuen Film von Ashutosh Gowariker, SWADES, sowie den Erstling von Farah Khan, MAIN HOON NA, in die deutschen Kinos. In den deutschen Programm- und kommunalen Kinos wie auch in den Kulturinstituten kann man immer wieder indische Filme sehen. Hier eine Auswahl: - das Kölner Filmhaus - das Kino Arsenal in Berlin; - das Forum Goethe-Institut, München - das Haus der Kulturen der Welt in Berlin
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