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Bollywood

Die Entdeckung des indischen Kinos.

Indien und Bollywood

Buchtipps

Viele indische Filmemacher sind zwei- oder auch mehrsprachig; doch zur Verständigung zwischen den Zentren Bombay und Delhi, Madras, Hyderabad und Calcutta, mit London und den U.S.A. wird meist die Englisch verwendet, noch immer die indische Verkehrssprache. Das gilt noch mehr für Gedrucktes, und so sind die besten Bücher und Zeitschriften zum Thema englisch.

  • Bücher

Rajadhyaksha, Ashish und Paul Willemen:
Encyclopaedia of Indian Cinema
London (British Film Institute) 1999
ISBN 085170669X

Umfassende Enzyklopädie mit Kurzbesprechungen zu über 1000 Filmen aller indischer Filmindustrien und einem umfassenden Personenregister.

Encyclopaedia of Hindi Cinema
New Delhi (Encyclopaedia Britannica) 2003
ISBN 8179910660

Interessante Sammlung von Artikeln und Photos. Eigentlich nach Themen geordnet, beinhaltet aber auch einen Personenkatalog. Wem die Encyclopaedia of Indian Cinema zu systematisch erscheint, der findet hier eine etwas lockerere Ausbereitung des Themas, allerdings – wie der Titel besagt – auf den Hindi-Film beschränkt.

Thoraval, Yves:
The Cinemas of India (1896 – 2000)
New Delhi (Macmillan) 2001
ISBN 0333-93410-5

Die wohl beste Darstellung der Geschichte des indischen Films und seiner einzelnen regionalen Industrien in Prosa. Als Nachschlagewerk und nach Themen aufbereitete Geschichte des indischen Films gleichermaßen zu lesen.

Myriam Alexowitz
Traumfabrik Bollywood
Indisches Mainstream-Kino
ARTE EDITION/Horlemann Verlag 2003
ISBN 3-89502-170-9


Seit den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts zählt die indische Filmindustrie zu den produktivsten der Welt. Dennoch ist das Filmland Indien den meisten Europäern völlig unbekannt. Das vorliegende Buch vermittelt einen repräsentativen Eindruck von einem Filmschaffen, das in
sprachlicher, geographischer und kultureller Hinsicht von einer
geradezu überschäumenden Vielfalt ist.
>> Zur ARTE Edition

Mishra, Vijay:
Bollywood Cinema – Temples of Desire
Routledge (NewYork) 2002
ISBN 0415930154

Der in Australien lebende Professor Mishra sieht das indische Kino als ein Mittel, umd die regionalen Kulturen Indiens und ihre Diaspora zusammenzuhalten. Ein fundiert geschriebenes, gut lesbares Buch, in dem auch die gegenwärtigen Tendenzen in Bollywood beschrieben sind.

Torgovnik, Jonathan:
Bollywood Dreams
Phaidon 2003
ISBN 0714843075

Ein coffee table book mit ungewöhnlichen Fotos aus der indischen Filmlandschaft. (Eine Reihe davon sind unter im Netz zu besichtigen.) Mit einem Vorwort von Nasreen Munni Kabir, einer der wichtigsten Promoter des indischen Kinos in Großbritannien.


  • Zeitschriften

Screen
The Indian Express Group, New Delhi

Seit 52 Jahren versorgt diese Wochenzeitschrift im Zeitungsformat das Fachpublikum mit Nachrichten aus der Welt des indischen Films. Vorbild ist das amerikanische "Weekly Variety", und wie dieses wird nicht nur über Film, sondern auch über Fernsehen und Musik berichtet.
Auf Screenindia.com kann man einen Teil des Inhalts der Zeitschrift lesen.


Filmfare
India Times, New Delhi

Beliebte Monatszeitschrift mit unterhaltenden Artikeln und vielen Fotos (vor allem der Stars). Unter movies.indiatimes.com ist einiges davon im Netz zu finden. Kann auch für $ 36. im Jahresabonnement im Ausland bezogen werden.
Die Filmfare Awards, die jeden Februar in Bombay stattfinden, sind den amerikanischen Oscars nachempfunden.


Cinema in India
National Film Development Corporation, Mumbai

Die National Film Development Corporation finanziert und fördert maßgeblich den Autorenfilm in Indien. Sie gibt auch die Zeitschrift Cinema in India heraus. Die Online-Ausgabe, die mit dem gedruckten Heft fast identisch ist, kostet $ 20./Jahr für vier Ausgaben (Nfdcindia.com).

CineMaya

Diese Vierteljahreszeitschrift wird in Delhi herausgegeben, beschäftigt sich jedoch mit dem Kino ganz Asiens. Viele lesenswerte Artikel, Interviews und Festivalberichte. Vorübergehend ist das Erscheinen der Zeitschrift eingestellt, soll aber bald wieder unter der Schirmherrschaft von Osian's, einem indischen Kunstauktionshaus, fortgesetzt werden. Die Hefte sollen dicker werden und sich mehr auf Indien konzentrieren. Nähere Info zum Bezug unter Cinemaya.net

Erstellt: 15-02-05
Letzte Änderung: 01-09-08

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